Spurensuche in Reichertshofen

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Spurensuche in Reichertshofen

Beitrag von Admin am Mo 23 Mai - 9:48:41

Mit der Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Ingolstadt - Nürnberg wurde auch ein Ausbau der alten Strecke München - Ingolstadt notwendig. Nachdem man zunächst der Münchner S-Bahn bis Petershausen eine eigene Trasse spendierte und die Bestandsstrecke für 200 Km/h ertüchtigte, wird auch der restliche Abschnitt von Petershausen bis Ingolstadt modernisiert.

Ein Schwerpunkt dabei ist der Bahnhof Reichertshofen. Zudem ist bei Reichertshofen aufgrund enger Kurvenradien die Geschwindigkeit auf 120 km/h bzw. auf 130 km/h beschränkt.
Um den Kurvenradius zu erweiteren, wird der Streckenabschnitt bei Reichertshofen verlegt, ein neuer Bahnhof entsteht an anderer Stelle und wird dann Baar Ebenhausen heißen.

Bis zu Beginn der Bauarbeiten am Bahnhof Reichertshofen wurde ein ehemaliges Anschlussgleis von der Privatbahn PCT zum Rangieren und Abstellen von Autotransportwagen genutzt. Das Anschlußgleis wurde inzwischen gekappt. Grund genug, den letzten Spuren des Gleises während eines Kurzbesuches im Frühjahr 2011 zu verfolgen.

Los gehts im Bahnhof Reichertshofen. Der Bahnhof ist noch immer mit einen Fahrdienstleiter besetzt, aber wie lange noch:


Vorn links ist das gekappte Anschlussgleis zu erkennen, rechts daneben die beiden Streckengleise und dahinter das Fundament der neuen Straßenbrücke. Hinter dem Betonfundament werden die neuen Gleise verlegt:


Wir wandern auf die alten Straßenbrücke, von der sich ein Blick auf den südlichen Teil der Baustelle bietet. Dort wo vorher das Anschlussgleis lag, wurde der Fluss "Paar" nach links verschwenkt. Rechts davon wird der neue Streckenabschnitt verlegt:


Bevor wir zur Fabrik laufen, muss noch unbedingt ein Relikt der alten Strecke abgelichtet werden. Jedem, der häufig die Strecke befährt, sind in der Streckeninnenkurve die markanten Ortssschilder bekannt, die den Bahnhof Reichertshofen ankündigen:


Die Ortsschilder aus einer weiteren Perspektive, aus der auch deutlich die Kilometersteine zu erkennen sind:


Wir nähern uns der Fabrik, zu der das Anschlussgleis führte. Zur Fabrik wurden bisher keine Informationen gefunden. Es dürfte sich dabei um eine ehemalige (Wasser)mühle sowie um eine Futtermittelherstellung samt Lager/Silo gehandelt haben. Links neben dem abgestellten Bagger führte das ehemalige Gleis ins Werksgelände:


Wir nähern uns weiter dem ehemaligen Werk. Die Lagerhalle in der rechten Bildseite besitzt eine Laderampe, ab dieser Stelle sind Gleisreste erkennbar:


Wir nähern uns weiter den Gebäuden mit Verlademöglichkeit, hier ist ein zweites Gleis deutlich sichtbar:


Die imposanten Lagergebäude wurden hier seitlich von einer Straße fotografiert, über den Werkshof führen die beiden Gleise, einige Gebäude neben der Fabrik sind immer noch bewohnt:


Jetzt wird es spannend, wo das Anschlußgleis letztlich endet. Auf dem Werkshof befindet sich ein immer noch genutztes Wohnhaus samt Stallungen (links). Die beiden Gleise werden hier an einer Weiche zusammen geführt:


Die Schienen sind inzwischen unter einer "Rasenmatte" verwachsen. Das überraschende Ende des Anschlussgleises ist in Sicht. Im Hintergrund befinden sich übrigens wieder die Streckengleise:


Was mag vor vielen Jahren in diesem kleinen Lokschuppen gestanden haben? Eine kleine Köf? Zuletzt dürfte der Schuppen als Pferdestall zweckentfremdet worden sein:


Gruß Matthias

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Re: Spurensuche in Reichertshofen

Beitrag von Admin am Do 26 Mai - 5:22:36

Ein Bildchen habe ich noch aus dem ehemaligen Futtelmittelwerk bei Reichertshofen. Und vor dem Konvertieren etwas mit dem Konverter rumgespielt Smile:

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